Allgemeines über Holz

Brandschutz

 

Vor allem massive Holzwände zeichnen eine hohe Feuerfestigkeit auf. Bei einem möglichen Brandfall kommt es lediglich zu Verkohlung der Oberfläche, wodurch das Haus vor einem kompletten Abbrand geschützt wird. Kommt es bei einem Brand zu Todesfällen ist es im Allgemeinen auf eine Rauchvergiftung zurückzuführen. Das Blockhaus jedoch, gibt im Brandfall nur sehr wenige toxische Stoffe an die Umgebung ab und es kommt zu einer geringen Rauchdichte. Die gesetzliche Mindesanforderung an die Brandschutzklasse ist hier F30. Dies bedeutet das das Haus mindestens einem 30 minütigen Brand standhalten muss ohne Verlust der Tragfähigkeit. Bei einem Brandversuch bei einer 140mm Blockwand und einem Feuer mit bis zu 1100°C hielt die Holzwand ca. 2 Stunden lang stand. Somit erreichen die Blockwände oftmals sogar F60 oder F90 Werte, wodurch diese nicht nur feuerhemmend, sondern feuerbeständig sind. Die Feuerwiderstandsklasse F30B, welche die Blockhäuser mindestens besitzen, macht das Bauen der Massivblockhäuser auch in normalen Wohngebieten möglich.

 

Schallschutz

 

Im Schallschutz erfordern Blockhäuser alle nötigen Anforderungen der Gesetzgebung. Genau wie im Mauerkwerksbau sind hier einschalige Wände in dem eigenen Heim völlig aureichend. Der Luftschall wird dadurch weitgehend gedämpft. Im Bereich der Decken sind die Möglichkeiten vielfältig. Die normale Holzbalkendecke ist hier sicherlich weniger trittschalldämmend wie eine massive trittschallgedämmte Dekce aus Stahlbeton. Trotzdem werden alle rechtlichen Anforderungen erfüllt und von nahezu allen Bewohnern als aureichend schallgedämpft empfunden. Erhöhte Anforderungen sind aber auch im Holzbau technisch realisierbar und es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur schalltechnischen Optimierung. Um die Kosten im Überblick zu behalten wird darauf jedoch in der Regel verzichtet.

 

Wärmeschutz

 

Der Grundofen: Die ideale Blockhaus-Heizung

Der Grundofen: Die ideale Blockhaus-Heizung

Holz als Baustoff gilt grundsätzlich nicht als Dämmstoff. Trotzdem besitzt Holz deutlich dämmende Eigenschaften, sodass trotz der hohen gesetzlichen Anforderungen das Bauen der Blockhäuser in einschaliger Bauweise noch möglich ist. Ein weiterer Fakt, welchen Fachleute wissen, aber welcher in der Gesetzgebung keine Beachtung findet ist: Wände aus Holz reflektieren die Wärme anstatt diese zu absorbieren. Während man bei einer Innentemperatur von 18°C an einer Steinwand fröstelt, kann diese Temperatur im Blockhaus bereits gemütlich und behaglich sein. Die benötigte geringere Innentemperatur spart nicht nur Heizkosten, sondern sorgt auch dafür das ein Zimmer bereits innerhalb von einer Stunde aufgeheizt werden kann, was in Häusern aus Stein bis zu 6 Stunden dauern kann. Vor allem Ferien- und Wochenendhausbesitzer wissen diese Eigenschaften besonders zu schätzen.

 

Vorteil: Ökologie und Nachhaltigkeit

 

Naturbelassene Fassade aus estnischer Kiefer

Naturbelassene Fassade aus estnischer Kiefer

Holz, welches wie in Estland aus einer kontrollierten Forstwirtschaft stammt fördert nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern auch unsere Umwelt. Der nachwachsende und unerschöpfliche Rohstoff bindet während seiner Lebenszeit Tonnen an Kohlenstoffdioxid (CO²) und fungiert hier wie eine regenerative Energiequelle. Das CO² wird zu Kohlenstoff (C) umgesetzt, gibt den Sauerstoff (O²) an die Umgebung ab und kann somit einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Während im Mauerwerksbau, wie beispielsweise in der Ziegelbrennerei, sehr viel Energie (wodurch CO² ausgestoßen wird) zur Herstellung der Materialen nötig ist wird im Blockhaus Energie in Form vom CO² gespeichtert.

35 cm Naturstamm-Blockwand aus estnischer Kiefer

35 cm Naturstamm-Blockwand aus estnischer Kiefer

Die Energie zur Bearbeitung der Rundbohlen beträgt hier lediglich 1% der im Blockhaus gespeicherten Energie. Während dieses leider noch immer keine Berücksichtigung in der Energieeinsparverordnung (EnEV) findet, kommt den Holzheizungen dieses schon zu Gute, in dem man die verheizte Energie hier mit einen sogenannten “Primärenergiefaktor” multipliziert, welcher bei Holz als feste Biomasse verständlicherweise erstaunlich gering ist.

Auch beim Abriss eines Blockhauses kann das Holz noch als Brennstoff benutzt werden und in den natürlichen Kreislauf zurückgelangen, wobei bei anderen Häusern lediglich Schutt und Müll übrig bleibt.

 

Vorteil: Gesundheit und Behaglichkeit

 

Ein urgemütlicher Platz im „Badehaus“

Ein urgemütlicher Platz im „Badehaus“

Im Volksmund gelten Holzhäuser schon lange als gesund und behaglich. Studien haben belegt, dass Holz vor dem sogenannten “Elektrosmog” schützt. Die unsichtbaren Strahlungen von Elektrogeräten und die Hochfrequenzstrahlen welche Mobilfunkgeräte abgeben werden vom Holz absorbiert. Das Holz ist völlig schad- und giftstofffrei und lädt sich zudem auch elektrostatisch nicht auf, wodurch es zu keinen Staubaufwirbelungen kommt, was vor allem Allergiker erfreut. Neuste medizinische Untersuchungen haben nun sogar ergeben, dass Menschen in Massivholzhäusern seltener unter Stressymptomen leiden.

 

Behaglichkeit auch bei Raumhöhen über 3m

Behaglichkeit auch bei Raumhöhen über 3m

Durch die wärmereflektierenden Holzwände ist die Behaglichkeit auch bei schon geringen Raumtemperaturen gewährleistet. Der geringe Wärmedurchlass, die gute Wärmespeicherung und die Wärmerückgewinnung, sorgen sowohl im Winter als auch im Sommer für ein behagliches Klima. Hier werden nicht nur Kosten gespart. Auch der angenehme Duft, die schalldämpfende Wirkung und die natürliche Umgebung erhöhen das Wohlbefinden, sowie die Lebensqualität.

 

 

30-fach vergrößerter Schnitt eines Nadelholzstammes

30-fach vergrößerter Schnitt eines Nadelholzstammes

Die Atmungsaktivität des Holzes ist auf die innere Struktur des Holzes zurückzuführen. Holz kann hierdurch die Feuchtigkeit sowohl leicht aufnehmen, als auch leicht wieder an die Umgebung abgeben. Die klimaregulierende Wirkung und die Absorbtion von Gasen, Dämpfen und Gerüchen wird beim Holz als sehr positiv empfunden. Die Raumluft wird natürlich gereinigt und feuchtereguliert ohne ohne Verlust der Dämmfähigkeit. Vor allem Allergiker spüren dies und es zeigen sich schnell Besserungen durch die gesunde Atmosphäre und Raumluft. Schimmelpilze, wie sie zu oft im Mauerwerksbau auftreten, gibt es hier nicht und auch das “trocken wohnen” entfällt!

 

Vorteil: Dauerhaftigkeit

Nahezu 300jähriges Blockhaus in der Zentralschweiz

Nahezu 300jähriges Blockhaus in der Zentralschweiz

Ein fachgerecht errichtetes Blockhaus zeichnet sich nicht nur durch Dauerhaftigkeit aus, sondern auch durch einen hohen Wiederverkaufswert. Bei dem von uns geplanten baulichen Schutzmaßnahmen ist das Blockhaus nicht nur für eine Generation gedacht. Blockhäuser in den Alpen und auch in Estland existieren bereits seit über 300 Jahren. Durch einen ausreichenden baulichen Schutz verwittert das Holz nicht und es kommt zu keinem Schädlingsbefall. Im Mauerwerksbau hört man hingegen immer wieder von versteckten Schäden, weshalb dort davon ausgegangen wird, das ca. 50% der Bestandsbauten unter einem Schimmelpilzbefall leiden, wovon ca. 90% unbemerkt bleiben, da sich diese im nicht sichtbaren Bereich befinden.

 

Eigenschaften des Holzes als Baustoff

Bäume sind Naturprodukte von atemberaubender und zugleich Sauerstoff spendender Faszination. Holz war und ist ein elementarer Naturrohstoff. Die Verwendung von Holz hat eine ausgeprägte kulturhistorische Dimension, die sehr weit in die Vorgeschichte der Menschheit zurückgeht. So gehört Holz seit über 400.000 Jahren zu den wichtigsten Rohstoffen, die die Menschheit begleitet hat. Der Rohstoff Holz stand uns Menschen schon in frühster Zeitgeschichte als Baumaterial zur Verfügung.

 

Äste und Maserungen von Holz

Die Kiefer ist kontrastreich in der Maserung. Diese wechselt zwischen gelblichweißen und rötlichweißen lebhaften Streifen. Markante Äste beleben die optische Wirkung zusätzlich, so dass eine dekorative Fläche entsteht. Ein hervorragendes Ambiente für natürliche Wohnkultur. Kiefernholz ist mittelschwer und von guter Festigkeit und Elastizität.

Hooo…, hoo…, hohles Holz!

Hooo…, hoo…, hohles Holz!

Rund! – Und gesund?!

Rund! – Und gesund?!

 

 

 

 

 

 

 

 

Rauhigkeit von Holzoberflächen

Durch den Einsatz hochwertiger Maschinen entsteht bei einem von MAHEDA gefertigten Rundbalken Blockhaus eine glatte und optisch hervorragende Oberfläche. An den Stirnseiten ergibt sich durch den Schnitt quer zur Holzfaser eine gewisse Rauigkeit, die jedoch nachgeschliffen werden kann.

Aststruktur der nordischen Kiefer

Aststruktur der nordischen Kiefer

Erscheinungsbild der Estlandfichte

Erscheinungsbild der Estlandfichte

 

 

 

 

 

 

 

 

Farbgebung von Holz

Das Holz ist, trotz der Bezeichnung Weichholz, recht schwer und hart. Die Jahresringe der Kiefer sind deutlich ausgeprägt und erscheinen als helle und dunkle Streifen. Der Naturton der Kiefer wirkt warm und behaglich.

Typische Schnittkanten an Rundbohlen

Typische Schnittkanten an Rundbohlen

Entgratete und mit der Schleifscheibe behandelte Balkenköpfe

Entgratete und mit der Schleifscheibe behandelte Balkenköpfe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trockenrisse und Verwerfungen

Holz ein lebendiger Baustoff und Risse sind unvermeidlich. Sogenannte Trockenrisse entstehen durch unterschiedliches Quell- und Schwindverhalten in der jeweiligen Richtung am Holz. Beim Trocknungsvorgang des Holzes ziehen sich die Holzzellen in tangentialer Richtung stärker zusammen, als in radialer Richtung des Stammquerschnittes. Dieser Effekt wird durch direkte Wetterbeeinflussung, extremen Feuchtigkeitswechsel oder durch zu schnelle Trocknung verstärkt.

Mit Naturöllasur dunkel behandelte Kiefernholzfassade

Mit Naturöllasur dunkel behandelte Kiefernholzfassade

Fassade mit heller Naturöllasur behandelt

Fassade mit heller Naturöllasur behandelt

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen und Schwinden von Holz

Die Größe von Schwindrissen in Holzbauteilen ist vor allem abhängig von der Lage des Kerns im Querschnitt, der Art und dem Verlauf der Trocknung und den Bedingungen während der Nutzung. Ob sich Risse negativ auf die Tragfähigkeit eines Bauteils auswirken, hängt vor allem von deren Lage und Größe, sowie von der Beanspruchung des Bauteils ab. So wirken sich vertikale Risse wesentlich geringer auf die Tragfähigkeit aus, als horizontale Risse.

Wer mit Holz in einem Blockhaus lebt, der lebt mit der Natur …

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Updated: 19. April 2017 — 0:02
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